Mit Herz für Schafe und Metzgerhandwerk
Von der Schafhaltung bis zum Metzgerhandwerk hat die Familie Felder über die Jahre hinweg einen erfolgreichen Betrieb aufgebaut. Leidenschaft, Erfahrung und der starke Familienzusammenhalt bilden die Grundlage für ihre Erfolgsgeschichte.
Der Grundstein für den heutigen Betrieb der Familie Felder wurde 1975 gelegt, als Anton und Bernadette Felder die Metzgerei in Safenwil (AG) gekauft haben. Anfangs lief das Geschäft gut, doch mit dem Aufkommen der Grossverteiler und ihrer Selbstbedienungstheken wurde der Verkauf im Laden zunehmend schwieriger. «Wir mussten uns neu orientieren», erinnert sich Anton Felder. So wagten Felders 1984 den Schritt in die Schafhaltung. Mit der Zeit bauten sie die Herde kontinuierlich aus. Heute betreiben sie drei Betriebsstandorte: Allerheiligenberg, Erlinsbach und Engelberg. Gesamthaft bewirtschaften sie nun 67 ha LN, hauptsächlich Grünland.
Auch die Metzgerei hat sich stets weiterentwickelt. 2010 wurde eine moderne Schlacht- und Verarbeitungsstätte errichtet, in der heute alles vom Rind bis zum Lamm verarbeitet wird. Seit Kurzem werden auch Hühner geschlachtet. Selbst die Schlachtnebenprodukte finden Verwendung und werden zu Heimtierfutter weiterverarbeitet.
Unterwegs mit UFA-Schafspezialist
«Die Natur regelt alles.»
Jahrgang: 1977
Familie: verheiratet, zwei Söhne
Verkaufsgebiet: Basel, Jura, Solothurn, Bern, Freiburg, Oberwallis
Ausbildung: Eidgenössisch dipl. Reitlehrer
Hobbys: Skifahren
Wo alle mitanpacken
Anton und Bernadette haben vier erwachsene Söhne und eine Tochter. Der landwirtschaftliche Betrieb wird von Sohn Tony Felder tatageführt, während die Metzgerei von den Söhnen Markus und René geleitet wird. Sohn Peter hilft nach Bedarf mit, während Tochter Priska im Fricktal eine eigene Metzgerei betreibt. Insgesamt beschäftigt die Metzgerei rund 25 Personen, wodurch sie zu den grössten privaten Metzgereien der Schweiz zählt. Auch im Alter von 77 Jahren ist Anton Felder noch täglich im Einsatz. Er organisiert den Schafhandel und sorgt dafür, dass stets genügend Schafe für die Metzgerei bereitstehen. Bernadette kümmert sich um die Küche und kocht weiterhin oft für die Mitarbeiter.
Schafhaltung
Die Felders halten rund 500 eigene Mutterschafe. Im Sommer ziehen diese mit ihren Lämmern auf die Blackenalp im Urnerland, insgesamt rund 1000 Tiere. Im Winter, von Mitte November bis Mitte März, führt Tony Felder die eigene Herde als Wanderherde durch die kalte Jahreszeit. Da die Nachfrage nach Lammfleisch das ganze Jahr über besteht, werden laufend Lämmer zugekauft und gemästet. Diese werden in Gruppen von 30 bis 40 Tieren gehalten, sodass sie nach Grösse und Wachstum optimal zusammenpassen und gezielt gefüttert werden können.
«Gutes Beobachten ist manchmal mehr wert als die ganze Arbeit.»
Anton Felder, Landwirt
Bei der Familie Felder stehen die Schafe im Mittelpunkt.
Qualitativ hochwertiges Grundfutter
Die Schafe werden hauptsächlich mit gehäckselter Grassilage gefüttert. So selektieren die Tiere weniger und es entstehen kaum Futterreste. Für Anton Felder ist qualitativ hochwertiges Grundfutter die Basis für gute Mastleistungen. Ergänzend setzt er auf das Lämmermastfutter UFA 867. «Das Futter funktioniert einfach. Die Lämmer fressen es sehr gerne und erreichen Gewichtszunahmen von 280 bis 320 Gramm pro Tag», erzählt uns Tony zufrieden. UFA 867 ergänze das Grundfutter optimal, ohne übermässigen Arbeitsaufwand zu generieren.
Betriebsspiegel
Anton Felder, Safenwil
LN: 67 ha Grünland
Tiere: gesamthaft ca. 1000 Schafe, 6 Mutterkühe
Arbeitskräfte: Anton und Tony Felder
Weitere Betriebszweige: Metzgerei, Petfood
Weitblick und Erfahrung
Neben der Technik und den Zahlen spielt für Anton Felder auch das Bauchgefühl eine grosse Rolle. «Gutes Beobachten ist manchmal mehr wert als die ganze Arbeit», sagt er mit einem Lächeln. Diese Aufmerksamkeit für Details und die Freude an der Praxis teilt er mit Simon Lepori, der seit 19 Jahren als Berater für die UFA tätig ist. Er ist gelernter Reitlehrer und hält auf seinem eigenen Betrieb Schafe und einige Pferde. «Oft eröffnen sich an anderer Stelle neue Möglichkeiten, die wir sonst vielleicht übersehen würden», erklärt Lepori. Diese Philosophie hilft ihm, nicht nur schwierige Situationen zu meistern, sondern auch langfristige Lösungen zu finden. Lepori ist nicht nur für seine Fachkompetenz bekannt, sondern auch für seine humorvolle Persönlichkeit, die ihn zu einem beliebten Ansprechpartner für die Landwirte macht.
Bereit für die Zukunft
Die nächste Generation der Felders ist bereits aktiv. Zwei Enkel haben das Metzgerhandwerk erlernt, ein weiterer befindet sich in Ausbildung. «Es freut mich riesig, dass das Interesse an unserem Handwerk weitergegeben wird», sagt Anton Felder stolz.
Mit der bewährten Kombination aus Landwirtschaft, Metzgerei und Heimtierfutterproduktion sind die Felders bestens aufgestellt, um ihren erfolgreichen Weg fortzusetzen.