Prävention lohnt sich
Die diesjährige UHS-Auswertung zeigt, dass sich die Betriebe stetig verbessern. Möglich machen dies eine immer präzisere Ausgleichsfütterung und ein verbessertes Herden management, belegt durch die Zahlen von mehr als 25 000 Kühen im UHS-Programm.
Viele UHS-Betriebe setzen neben der ausgewogenen Fütterung gezielt auf Präventionsmassnahmen, um die Tiergesundheit zu verbessern und die Milchproduktion wirtschaftlicher zu gestalten. Die UHS-Jahresauswertung bestätigt die positive Entwicklung der Euter gesundheit: 64 % der 25 000 ausgewerteten Kühe lagen mit ihrer durchschnittlichen Zellzahl unter 100 000 Zellen/ml. Dass die UHS-Betriebe nicht nur sehr produktive, sondern auch wirtschaftliche Kühe halten, zeigt die durchschnittliche Lebenstagsleistung von 13,5 kg Milch.
Diese wirtschaftliche Kennzahl konnte im Verlauf der letzten Jahre wiederum verbessert werden. Die Lebenstagsleistung spiegelt sowohl die Qualität der Aufzucht als auch die Nutzungsdauer wider. Gut versorgte Rinder erreichen ein frühes Erstabkalbealter, was sich wiederum positiv auf die Lebenstagsleistung auswirkt. Eine hohe durchschnittliche Lebenstagsleistung deutet zudem auf eine gute Fruchtbarkeit und eine ansprechende Milchleistung der Kühe hin. Die Lebenstagsleistung vereint somit gleich mehrere Faktoren, welche die Wirtschaftlichkeit stark beeinflussen.
Hohe Grundfutterleistungen
Insgesamt konnten die UHS-Betriebe ihre Grundfutterleistung erneut steigern. Im Jahr 2025 überstieg diese erstmals die magische Grenze von durchschnittlich über 7000 kg produzierter Milch aus dem Grundfutter. Dies bei tieferem Ergänzungsfuttereinsatz, der im Jahr 2025 bei lediglich 125 g Ergänzungsfutter pro Kilogramm produzierter Milch lag. Der Einfluss der Grundfutterqualität machte sich besonders in den Wintermonaten bemerkbar. Während die durchschnittliche Milchleistung im Januar und Februar bei 9500 kg lag, war sie im November und Dezember rund 500 kg höher. Dies zeigt eindrücklich, wie wichtig gute Futterbaujahre sind und welchen Einfluss das Grundfutter auf die Milchleistung hat.
Stabile Inhaltsstoffe
Obschon die Leistung auch im Jahr 2025 merklich gestiegen ist, bleiben die Inhaltsstoffe stabil. Das zeigt, dass die Leistungssteigerung in diesem Fall keinen Verdünnungseffekt mit sich gebracht hat. Mit durchschnittlich 4,18 % Fett und 3,48 % Eiweiss sind die Inhaltsstoffe sogar minimal höher als im Vorjahr, was die positive Entwicklung zusätzlich unterstreicht. Der Harnstoffgehalt bleibt im Durchschnitt bei 22 mg/dl konstant. Dies zeigt, dass die Leistungs steigerung nicht auf Kosten der Stickstoff effizienz erzielt wurde. Der konstante Harnstoffwert bestätigt zudem eine weiterhin bedarfsgerechte Fütterung sowie eine insgesamt stabile Nährstoffverwertung.