Gemeinsam für gesunde Kälber

Gemeinsam mit dem UFA-Kälberspezialisten Werner Baumann sind wir zu Besuch bei Dominik Schnyder auf seinem Betrieb in Illighausen (TG). Wir sprechen über Tränkeautomaten, Aufzucht und die Zusammenarbeit zwischen Betrieb, Beratung und Service.

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Gesunde Kälber

Werner Baumann, Dominik und Michaela Schnyder (v. l.).Bild : UFA AG

Während draussen nach langer Trockenheit endlich wieder Regen fällt, stehen im Stall die Kälber im Mittelpunkt. Gemeinsam mit dem UFA-Kälberspezialisten Werner Baumann sind wir heute auf dem Hof von Dominik und Michaela Schnyder in Illighausen (TG) unterwegs. Thema sind die Kälber, die Aufzucht und die Erfahrungen mit dem Tränkeautomaten.

Zwei grosse Veränderungen

Dominik und Michaela führen den Betrieb seit Januar 2023. Auf 36 ha bauen sie Futterbaukulturen, Mais, Raps, Weizen, Triticale, Lupinen und Tafeläpfel an. Einen Teil der Äpfel verkaufen sie direkt über den Hofladen. Zum Betrieb gehören rund 40 Milch kühe, Kälber sowie die eigene Aufzucht. Im September 2023 veränderte sich der Arbeitsalltag deutlich. Der alte Melkstand hatte nach 33 Jahren ausgedient. Gleichzeitig hielten ein Melkroboter und ein Tränkeautomat Einzug im Stall.

Überzeugt vom Tränkeautomaten

Die Idee eines Tränkeautomaten liess Dominik schon länger nicht mehr los. In einem Wahlfach während der Betriebsleiterschule kam er erstmals intensiv mit der Ad-libitum-Tränke in Kontakt. Besonders die Erkenntnisse zur metabolischen Programmierung blieben ihm im Kopf. Heute verbringen die Kälber die ersten Lebenstage bei der Mutter. Dominik Schnyder kontrolliert dabei täglich mehrmals, ob sie genügend Kolostrum aufgenommen haben. Anschliessend kommen sie in Einzelboxen und später in die Gruppe zum Tränkeautomaten. «Einzelnen Kälbern muss ich vielleicht zweimal zeigen, wo der Nuggi ist. Danach funktioniert es meistens problemlos», erzählt er. Von den Vorteilen ist er überzeugt. Die Kälber haben jederzeit Zugang zur Tränke und beginnen früher zu fressen. Besonders bei den Aufzuchttieren sieht er grosses Potenzial. «Für mich hat ein Tränkeautomat auch bei Aufzuchtkälbern einen grossen Mehrwert. Das wird oft unterschätzt.» Noch etwas ist ihm aufgefallen: «Seit wir den Tränkeautomaten haben, habe ich noch nie ein Kalb rufen gehört.»

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Kälber

Der persönliche Austausch auf dem Betrieb liefert die Grundlage für betriebsindividuelle Lösungen. Bild: UFA AG

Lösungen statt Standards

Beim Stallrundgang besprechen Dominik und Werner aktuelle Fragen zur Kälbermast. Dabei zeigt sich, dass jeder Betrieb andere Anforderungen hat. Auf dem Betrieb kommen verschiedene Fleischrassen zum Einsatz. Bei den Weiss-Blau-Belgier-Kälbern diskutieren die beiden gerade die Fetttaxierung. Werner schlägt vor, für diese Tiere eine separate Gruppe mit einer angepassten Futterkurve anzulegen. Solche Gespräche gehören für Werner und Dominik zum Alltag. Die Zusammenarbeit beschränkt sich nicht auf Futtermittel oder Bestellungen. Oft geht es um fachliche Fragen, neue Ideen oder die Einschätzung aktueller Situationen auf dem Betrieb. «Wenn ich etwas habe, rufe ich Werner an», sagt er. Umgekehrt meldet sich der Kälberspezialist ebenfalls regelmässig und schaut auf dem Betrieb vorbei. Werner ergänzt: «Jeder Stall und jeder Betrieb ist anders. Da spielt so viel zusammen.»

«Für mich hat der Tränkeautomat bei Aufzucht- und Mastkälbern einen grossen Mehrwert.»

Dominik Schnyder, Landwirt

Beratung und Service greifen ineinander

Nicht jede Frage lässt sich allein im Gespräch lösen. Gerade bei technischen Anlagen wie einem Tränkeautomaten braucht es manchmal zusätzliche Unterstützung. Funktioniert der Tränkeautomat nicht wie gewünscht, genügt ein Anruf bei Werner Baumann. Je nach Situation unterstützt Werner direkt oder zieht einen Servicetechniker hinzu. Für Dominik ist wichtig, dass er nicht lange nach der richtigen Ansprechperson suchen muss. Beratung und Service arbeiten eng zusammen und suchen gemeinsam nach einer Lösung. Wer gerade verfügbar ist oder am schnellsten vor Ort sein kann, übernimmt die Aufgabe. Für Dominik sind diese kurzen Wege wichtig. Die Technik muss laufen, damit die tägliche Arbeit im Stall reibungslos funktioniert.

… UFA-Kälberspezialist

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Werner

«Schöne Kälber gibt es nur, wenn alle am gleichen Strick ziehen.»

Jahrgang: 1964 
Familie: verheiratet 
Verkaufsgebiet: TG, ZH, SH 
Ausbildung: Landwirt EFZ 
Hobbys: Wandern, Jassen, Ski fahren

Der Blick nach vorne

Während draussen weiterhin Regen auf die Felder fällt, herrscht im Stall Routine. Die Kälber trinken am Automaten, die Kühe besuchen den Melkroboter und Dominik kontrolliert seine Tiere. Vieles hat sich auf dem Betrieb in den vergangenen Jahren verändert. Die Erfahrungen mit dem Tränkeautomaten bestärken ihn jedoch in seinem Weg. Für ihn steht fest: Gute Resultate entstehen nicht durch einzelne Massnahmen. Entscheidend ist, dass der Betrieb, die Beratung und der Tränkeautomatenservice zusammenarbeiten, um gemeinsam die passende Lösung für den jeweiligen Hof zu finden. 

Betriebsspiegel

Dominik und Michaela Schnyder

 

LN: 36 ha; Futterbau, NW und KW; Mais, Raps, Weizen, Triticale, Lupinen und Tafeläpfel in Niederstammanlage mit Netz

 

Tiere: 40 Milchkühe (Holstein und Montbéliarde) plus dazugehörige Aufzucht und Mastkälber

 

Arbeitskräfte: Dominik, Michaela, ein Lehrling, saisonale Aushilfe durch Dominiks Mutter und Schwiegermutter

 

Weitere Betriebszweige: Hofladen mit Äpfeln, Süssmost und Hofprodukten, einige Hühner, Photovoltaikanlage