Zusammenarbeit als Erfolgsmodell

Drei Betriebsleiter, klare Strukturen und Teamarbeit: Die BG Fischer Lanz in Bätterkinden zeigt, wie Zusammenarbeit und fundierte Beratung Hand in Hand gehen.

Als wir auf den Hof in Bätterkinden fahren, bietet sich ein ruhiges, stimmiges Bild: Die Kühe stehen am Fressgitter und fressen eifrig die frisch vorgelegte Ration. Warme Sonnenstrahlen durchfluten die Fressachse mit Licht, und der süsse Duft der Trockengrasballen liegt in der Luft. Der direkte Austausch mit den Betrieben, das gemeinsame Erarbeiten von Lösungen treibt Bernhard Fischer an. Seit 26 Jahren ist er im UFA Beratungsdienst tätig und hat sich in dieser Zeit einen enormen Erfahrungsschatz aufgebaut. Er begleitet zahlreiche Betriebe schon über viele Jahre hinweg und kennt ihre Herausforderungen genau. «Es begeistert mich, zusammen mit den Landwirtinnen und Landwirten Schritt für Schritt weiterzukommen», sagt Fischer.

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BG Fischer Lanz, Bätterkinden, Unterwegs mit

Stefan Lanz, Samuel Fischer UFA-Rindviehspezialist Bernhard Fischer und Ruedi Fischer(v. l.)
Bild: UFA AG

Gemeinsam gewachsen

Die Betriebsgemeinschaft Fischer besteht bereits seit 1996. Die Brüder Ruedi und Samuel Fischer übernahmen damals die elterlichen Betriebe in Utzenstorf und Bätterkinden und führten diese als Betriebsgemeinschaft weiter. 1998 wurde in Bätterkinden ein Laufstall für 50 Kühe mit Melkstand gebaut. Bereits 2003 folgte die Aufstockung auf 80 Kuhplätze und 2023 wurde ein Melkroboter von GEA installiert. Seit Januar 2025 ergänzt Stefan Lanz die Betriebsgemeinschaft. Er führte zuvor einen eigenen Betrieb in Bätterkinden-Kräiligen. Ein notwendiger Umbau und die be engten Platzverhältnisse hätten jedoch hohe Investitionen erfordert. 2023 entstand im Gespräch mit Ruedi die Idee einer gemeinsamen Zukunft in der Betriebsgemeinschaft. Alle Parteien waren sich einig, und seit 2025 ist Stefan Teil der BG. Neben der Arbeit auf dem Betrieb engagiert sich Ruedi politisch und hat Einsitz im Grossrat. Stefan ist zusätzlich zu 60 % bei der LANDI angestellt.

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Kühe, Stall

Struktur im System, Zufriedenheit in der Herde. Bild: UFA AG

Klare Strukturen

Die Brüder Ruedi und Samuel bewirtschaften die Maschinen gemeinsam, Stefan verfügt über eigene Maschinen. Alle drei beziehen einen Monatslohn sowie Ende Jahr eine Nutzungsentschädigung für ihr eigenes Inventar und die Wirtschaftsgebäude. Samuel ist hauptsächlich für die Biogasanlage zuständig, Stefan und Ruedi für Ackerbau und Milchkühe. Dennoch sind alle in sämtliche Arbeiten eingebunden und jederzeit im Bild. Diese Flexibilität sowie die klar strukturierte Arbeits- und Ferienorganisation sehen Ruedi, Samuel und Stefan als grossen Vorteil der Betriebsgemeinschaft.

Betriebsspiegel

Betriebsgemeinschaft Fischer Lanz 


LN: 93 ha, 20 ha Kartoffeln (4 ha Pflanzkartoffeln, 16 ha Speise- und Verarbeitungskartoffeln), 25 ha Getreide, 8 ha Mais, 4 ha Raps, 4 ha Erbsen, 4 ha Bohnen als Folgekultur, Rest Kunst- und Naturwiesen


Tiere: 70 Milchkühe und Nachzucht 


Weitere Betriebszweige: 400 kW-Biogasanlage 


Arbeitskräfte: Ruedi und Samuel Fischer, Stefan Lanz, zwei Lernende

Funktionale und langlebige Kühe

Auf dem Betrieb werden rund 70 Holsteinund Red-Holstein-Kühe gehalten. Das dazugehörige Jungvieh wird nach dem Abtränken in Aufzuchtverträge gegeben. Der Betrieb setzt bewusst auf langlebige, gesunde und funktionale Kühe. Die älteste Kuh im Stall ist bereits 16 Jahre alt. Für die Betriebsleiter sind solche Tiere besonders wertvoll, sie stehen sinnbildlich für ihr Zuchtziel: robuste, leistungsbereite Tiere mit langer Nutzungsdauer.

Silagefrei für beste Käsequalität

Die Ration besteht aus Heu, Emd, Trockengras, Kartoffeln, CCM-Würfeln, UFA 158 - 6, UFA 1215 und Viehsalz. Am Roboter wird mit UFA 246 GN und UFA 243 ergänzt. UFA 246 GN liefert glucogene Nährstoffe zur Deckung des Energiebedarfs. Im Sommer wird zusätzlich eingegrast und die Milchkühe können auf den arrondierten Flächen regelmässig auf die Weide. Der Stalldurchschnitt liegt bei 8600 kg Milch. Produziert wird silagefrei nach IP-SUISSE-Richtlinien. Die Milch wird an die Käserei in Utzenstorf geliefert, wo daraus Emmentaler AOP hergestellt wird.

«Vertrauen und klare Strukturen sind unser Fundament.»

Ruedi Fischer, Landwirt

Beratung auf Augenhöhe

Bernhard Fischer steht in regelmässigem Austausch mit den Betriebsleitern und begleitet sie bei Anpassungen in der Fütterung. Treten Herausforderungen auf, taucht er gemeinsam mit dem Betrieb in die Situa tion ein, analysiert die Ursachen und entwickelt praxisnahe Lösungen. «Die schnelle Reaktionszeit von Bernhard schätzen wir sehr. Wir erhalten innert kürzester Zeit umsetz bare Lösungsvorschläge», sagt einer der Betriebsleiter. Der vertrauensvolle Austausch auf Augenhöhe ist es, der die Zusammenarbeit prägt. Genau diese Nähe zu den Betrieben und das gemeinsame Erarbeiten der passenden Lösung sind es, die Bernhard antreiben und den Kern seiner Beratung ausmachen.

Unterwegs mit UFA-Rindviehspezialist Bernhard Fischer

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Bernhard Fischer

«Gemeinsam zum Erfolg»

 

 

 

Jahrgang: 1969 


Familie: Verheiratet


Hobbys: Fussball, Jassen