Mit Aufzuchthennen zur Diversifizierung

Kevin Häfliger ist seit zwei Jahren im UFA-Beratungsdienst Sursee als Geflügelspezialist für die Verkaufsgebiete Schwyz, Zug, Uri, Ob- und Nidwalden zuständig. Anfang 2020 übernahm der Agrotechniker zusätzlich die Aufgabe des Bio-Beraters in der ganzen Zentralschweiz, wo er Umstellerbetriebe beratet und betreut, sowie seine Beraterkollegen bei Bio-Fragen unterstützt. Kevin weiss, von was er spricht: Er führt zu Hause einen Bio-Betrieb, den er dieses Jahr übernommen hat und wo er seit kurzem 2000 Legehennen hält. Dank seinem Vater, der ihm Vollzeit mithilft, kann Kevin seiner Tätigkeit bei der UFA nachgehen. Kevin schätzt den Austausch auf den unterschiedlichen Geflügelbetrieben. Durch seine vorherigen Tätigkeiten, unter anderem bei einer Stallbaufirma, bringt er Kompetenzen mit, die weit über die Fütterung hinausgehen.

Der Bio-Bauernhof Deck liegt weit über dem Dorf Seewen im Kanton Schwyz. In einer idyllischen Umgebung hat der Betrieb in der Bergzone 2 den perfekten Standort für agrotouristische Angebote. Christof Deck hat den Betrieb im Januar 2019 übernommen, zuvor führte er ihn zusammen mit seinem Vater in einer Generationengemeinschaft. Der seit 1995 biologisch geführte Betrieb hat in den letzten Jahren einige Veränderungen erfahren. Beispielsweise wurden ab 2014 die Braunviehkühe nach und nach durch Wasserbüffel ausgetauscht. Auf diese Idee kam Christof, da sein Lehrbetrieb Wasserbüffel hatte und diese ihn faszinierten.

Betriebsspiegel

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Hof Deck

Christof und Michèle Deck, Seewen (SZ)
LN: 20 ha Naturwiesen, ca. 200 Obstbäume
Tiere: 4000 Aufzuchthennen; 27 Wasserbüffel-Kühe; 20 Stück Jungvieh; 12 Mastkälber
Weitere Betriebszweige: Direktvermarktung (Hoflädeli); Agrotourismus: Eventraum, Schlafen im Stroh / Matratzenlager, Ferienwohnungen/Stöckli; Labrador-Zucht; Solarstrom (200 kWp / Jahr)
Arbeitskräfte: Arthur und Erna Deck (Eltern von Christof); Geschwister von Christof und Eltern von Michèle bei Bedarf

Ganz neu ist ein wunderschön eingerichtetes Hoflädeli, wo die Familie Deck unter anderem diverse Fleisch- und Milchprodukte der Wasserbüffel verkauft. «Da durch die Festanlässe, die Ferienwohnungen, aber auch das Schlafen im Stroh und Matratzenlager immer viele Leute auf dem Betrieb sind, eignet sich das Hoflädeli für die Selbstbedienung super», erklärt Christof. Seine Ehefrau Michèle arbeitet 90 Prozent auswärts als kaufmännische Angestellte. Ihren Beruf kann sie aber auch zu Hause gut nutzen, denn sie unterstützt ihren Mann mit der ganzen Büro-Arbeit, bei der Organisation der Festanlässe und kümmert sich überwiegend um das Hoflädeli. Weiter sind Christofs Eltern noch voll auf dem Betrieb tätig.

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Familie Deck

Michèle und Christof Deck im Wintergarten ihres Aufzuchthennenstalles.

Diversifikation geschaffen

Die grösste Veränderung und Investition in den letzten Jahren ist der Bau des Aufzuchthennenstalles inklusive Photovoltaikanlage auf dem Dach, der im Frühling 2019 abgeschlossen war. Bevor Christof und seine Frau Michèle sich für die Junghennenaufzucht entschieden haben, hat Christof in der Betriebsleiterschule Berechnungen mit den drei Varianten «Aufstocken der Wasserbüffelherde», «Legehennenstall» oder «Aufzuchthennenstall» gemacht. Christof hatte bereits in der Lehre Kontakt mit Geflügel und konnte sich gut vorstellen, selber in diesen Betriebszweig einzusteigen. Die erste der berechneten Varianten fiel weg, weil sich das junge Betriebsleiterehepaar dafür entschied, den Betrieb zu diversifizieren und ein neues Standbein aufzubauen.

Für die Junghennenaufzucht entschieden sie sich aufgrund der gut vorhersehbaren Arbeitsspitzen und dem geringeren Zeitbedarf als bei Legehennen. Mit Legehennen hätten sie wahrscheinlich eine zusätzliche externe Arbeitskraft benötigt.

Die Einstallung der Küken findet jeweils im März und September statt, was von der Planung her für die Familie Deck optimal ist. Denn sie haben über 200 Obstbäume und sind im Sommer mit der Obsternte ziemlich ausgelastet.

Kontrolle und Fütterung

Bei den Aufzuchthennen ist ein gleichmässiges Wachstum der Herde sowie das Erreichen eines Zielgewichts in der 15. Alterswoche sehr wichtig. Christof macht täglich ungefähr vier Kontrolldurchgänge, wobei er Wasser und Futter kontrolliert und die Tiere beobachtet. «So lange der Futter- und Wasserkonsum stimmen, sind die jungen Hühner meistens auch gut im Gewicht», so Christof. Klar könnte er den Konsum auch am Computer ablesen, aber die Kontrolle von Auge sei trotzdem das Wichtigste, denn nur so erkenne er frühzeitig, wenn etwas nicht stimmt.

Bis zur neunten Alterswoche wird das Kükenfutter UFA 501 verabreicht. Dann gibt es einen fliessenden Übergang zum Junghennenfutter UFA 502. Die Körnermischung UFA 504 wird einmal täglich von Hand im Wintergarten verstreut. Um die Aufzuchthennen zu beschäftigen, werden ab der dritten Alterswoche einige Pickschalen «Picnic Harmonie» im Stall aufgestellt. Weiter steht den Tieren im Wintergarten ein Sandband zur Verfügung und eine weitere Beschäftigungs- und Pickmöglichkeit bieten Schalen mit Quarzsand.

Mit Kevin nimmt Christof meist Kontakt auf, wenn irgendetwas nicht stimmt. Da nutzt er gerne auch moderne Technologie und schickt zum Beispiel ein Video von den Hühnern, damit Kevin den Zustand der Hühner gleich selbst beurteilen kann.

Regelmässige Arbeitsspitzen

Auf dem Betrieb Deck werden pro Jahr zwei Umtriebe gemacht. Mit zwei Mal 18-wöchiger Aufzucht ist die Leerzeit so bei insgesamt 16 Wochen, also zwischen zwei Umtrieben immer zwei Monate. «Wir haben zwar eine relativ lange Leerzeit, aber dafür hat der Stall genügend Zeit zum Trocknen, was bezüglich Krankheitsdruck vorteilhaft ist», so Christof. Dass die Umtriebswechsel jedes Jahr ungefähr zur gleichen Zeit stattfinden und somit planbar sind, ist für ihn ein weiterer wichtiger Vorteil.

Auf dem Betrieb Deck wurde in den letzten Jahren viel investiert, sodass die Gebäude und Maschinen heute in sehr gutem Zustand sind. Dank den Aufzuchthennen ist der Betrieb diversifiziert und Christof kann voll zu Hause arbeiten. 

UFA Bio- und Geflügelspezialist Kevin Häfliger

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Kevin Häfliger

«Wer nichts wagt, der nichts gewinnt.»

Zivilstand: ledig

Geboren: 17. Juli 1991

Ausbildung: Landwirt, Agrotechniker HF

Hobbys: Ski- und Snowboard fahren, Biken, Fussball, eigener Landwirtschaftsbetrieb

UFA AG
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