Wenn Blutsauger die Hühner befallen

Sie ist so klein, dass sie mit blossem Auge nur bei genauem Hinschauen erkannt wird. Hinzu kommt, dass sie sich gerne verkriecht, was das Finden noch schwieriger macht. Um die rote Vogelmilbe zu bekämpfen, muss man immer dranbleiben: Familie Schneeberger aus Welschenrohr zeigt, wie sie dabei vorgeht.

Ein Stall für heute und morgen

Als wir bei der Ankunft auf den Betrieb Baumann in den grossen Vorraum des Legestalles kamen, war das Betriebsleiterehepaar Heidi und Hansueli Baumann gerade am Sortieren der Eier, die über das Förderband aus dem Stall transportiert werden. Auch Sohn Remo und seine Freundin Anna-Barbara, die zu 50 Prozent auf dem Betrieb arbeitet, waren da. Remo ist zurzeit in der RS und hatte gerade Urlaub. Die beiden lösten Hansueli ab, der mit uns einen Stalldurchgang machte. «Gell, du nimmst die Bodeneier auch gleich mit, damit ich nachher nicht nochmal durch muss», erinnerte ihn seine Frau. Heidi Baumann ist es, die den grösseren Teil der Arbeiten bei den rund 12 000 Hühnern tätigt, oft mit dem Lehrling zusammen, während ihr Mann die Arbeiten bei den Kühen erledigt.

Neu ausgerichtet starten

Bio-Legehennen als neues Standbein – dafür haben sich Peter und Beatrice Habegger aus Trub entschieden. Mit ihrer gemischten Herde erreichen sie eine Legeleistung von über 96 Prozent und damit verbunden einen ansprechenden Verdienst. Die Arbeit mit den Hennen ist einfach zu erledigen, muss aber präzise sein.

«Wir sind ein eingespieltes Team»

«Einen Hühnerstall zu bauen, war einer unserer besten Entscheide in den letzten zehn Jahren» gibt Damian Villiger seine Freude an der Legehennenhaltung kund. Sie haben heute quasi einen geschlossenen Kreislauf, da das eigene Getreide in Form von UFA-Kundenmischfutter wieder bezogen wird. 

Die Legehennen haben durchgehend Zugang zum Wintergarten. Der Schlechtwetterauslauf sowie die Weide werden am morgen früh geöffnet. Die Hennen nutzen die natürlich beschattete Weide sehr gut. Die Legehennen werden von Traugott und Damian Villiger betreut. Die aktuelle Herde erreichte zu Leg spitzen knapp 98 Prozent Legeleistung und liegt nun, nach über einem Jahr in der Produktionsphase, nach wie vor bei 91 Prozent. 

 

 

Erfolgreiche Umstellung auf Bio

Vincent und sein Bruder Olivier Cerf bewirtschaften den elterlichen Landwirtschaftsbetrieb in einer Betriebsgemeinschaft seit dem Jahr 1996. Nachdem aber im Jahr 2010 der Industriemilchpreis drastisch zu sinken begann, entschieden sich die Gebrüder Cerf dazu, das hochwertige Produkt Milch nicht länger zu einem Spottpreis zu verkaufen. Der anschliessende Entschluss, auf biologische Landwirtschaft umzustellen war damit schnell besiegelt, die Umstellung startete im Jahr 2011.