Jungsauen optimal eingliedern und füttern

Wer Jungsauen zukauft, remontiert seinen Sauenbestand mit aktueller Genetik und kann sich stärker auf das Kerngeschäft, die Ferkelproduktion, konzentrieren.

Bei der Eingliederung beachten:

  • Frühzeitige Planung des Jungsauenzukaufs (Lieferungsintervalle, Eingliederungsdauer, Alter und Gewicht bei der Eingliederung) -> Jungsauenabo unterstützt.
  • Eingliederungsstall im Rein-Raus Verfahren bewirtschaften.
  • Futterenergiegehalt erhöhen -> optimale Körperkondition bei Belegung.
  • Impfungen -> Rotlauf / Parvovirose zwingend, Circoviren empfehlenswert.

Anforderungen an den Eingliederungsstall:

  • Separates Gebäude oder mind. räumlich getrenntes Stallabteil.
  • Separater Eingang mit Desinfektionsbecken.
  • Separate Bewirtschaftung (Stiefel, Mäntel, Fütterung, Stallgeräte etc.).
  • Bestossung Rein-Raus, danach Reinigung und Desinfektion.
  • Buchten gut zugänglich für den täglichen Kontakt -> Ziel: zutrauliche Sauen.
  • Genügend Platz, rutschfeste Böden, isolierter Liegebereich.
  • Genügend Licht, optimale Temperatur von mind. 18°C, keine Zugluft.

In der Jungsauenfütterung werden folgende Ziele verfolgt:

  • Ausbildung eines stabilen Fundaments sicherstellen.
  • Körperfettreserven bestmöglich anlegen.
  • Futteraufnahmevermögen entwickeln.
  • Gezielter Aufbau des Fleischansatzes.

Die Jungsauen sind während der Eingliederungsphase so zu füttern, dass sie zur Erstbelegung ein Körper­gewicht von 130 bis 145kg und eine mittlere Rückenspeckdicke von 16 bis 18mm aufweisen. UFA 367 bringt beim Eingliedern und vor dem Decken genügend Energie und Mineralstoffe und Vitamine. Zudem sollten die Tiere rund 220 bis 240 Tage alt und zweimal rauschig gewesen sein.

 

Eckdaten für die Erstbelegung:

Gewicht:

130 - 150 kg LG

Alter:

220 - 250 Tage

RSD:

14 - 17 mm

Belegungszeitpunkt:

3. inkl. Transportrausche