Wie lernen Saugferkel früh fressen?

Das Hauptnahrungsmittel der Ferkel in den ersten 21 bis 28 Tagen ist die Sauermilch. Besonders bei grossen Würfen sollte nach vier bis sieben Tagen die Zugabe eines Prestarters erfolgen. Entscheidend sind die richtige Anwendung und die Schmackhaftigkeit.

Von Anfang an konsequent sein

Zuallererst gilt es, den Ferkeln einen erfolgreichen Start ins Leben zu ermöglichen. Kolostrum liefert Energie für den Erhalt der Körpertemperatur und sorgt für die Ausbildung der passiven Immunität. Die Fähigkeit der Ferkel, Abwehrstoffe aus dem Darm ins Blut zu absorbieren, reduziert sich bereits einige Stunden nach der Geburt.

Ab dem vierten Lebenstag sollten die Ferkel, neben Sauenmilch, einen sehr schmackhaften und gut verdaulichen Prestarter vorgelegt bekommen: Zuerst Wühlerde zwischen Sau und Ferkelnest auf den Boden streuen, Eisenzucker für die dauerhafte und sichere Eisengabe darauf und über die Wühlerde den Prestarter verteilen. Mit der Feuchtigkeit der Wühlerde quellt der Prestarter etwas, gibt Geschmackstoffe in die Luft ab und kann dadurch vom Ferkel leichter aufgenommen werden. Beim Erkunden der Umgebung setzen junge Ferkel die Rüsselscheibe ein. Bald gelangen sie zur Prestarter-Wühlerden-Kombination, welche die Fresslust auf spielerische Art weckt.

Regelmässig kleine Portionen

Für eine gute Hygiene und Schmackhaftigkeit ist regelmässig frisches Futter wichtig. Die Futtermenge soll kontinuierlich mit der Futteraufnahme gesteigert werden. Durch den hohen Milchanteil wird der Prestarter hervorragend angenommen und entlastet die Sau - speziell auch bei grossen Würfen. Ferkel mit einem niedrigen Geburtsgewicht haben durch die Beifütterung eines guten Prestarters ebenso eine Chance, sich zu vollwertigen Absetzferkeln zu entwickeln.

Enzymtraining

Um ein effektives "Enzymtraining" zu ermöglichen, sollen Prestarter hochverdaulich und energiereich (16.5 MJ) sein. Für Jungtiere weniger gut verdauliche Komponenten wie Getreide oder Soja können zur Bildung unerwünschter Bakterien im Verdauungstrakt führen. Weil Getreide in der späteren Aufzucht die wichtigste Energiequelle darstellt, wird im Prestarter eine kleine Menge an aufgeschlossenem Mais oder Weizen angeboten.

Die Grafik links zeigt bewährte Ferkelfütterungskonzepte mit UFA-Produkten auf. Je nachdem, ob Sie als Ferkelproduzent die Prioritäten eher bei der Gesundheit, hohen Leistungen oder einer einfachen Fütterung sehen, können Sie die passende Strategie für Ihren Betrieb wählen.

Silo reinigen

Hochwertige Rohstoffe und hygienisch einwandfreies Futter sind die besten Voraussetzungen für eine maximale Futteraufnahme. Das Futter muss möglichst kühl und trocken gelagert werden. Gerade Aussensilos sind im Sommer oft hohen Temperaturen und direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt. Aufgrund der Temperaturunterschiede kommt es nicht selten zu Schwitzwasserbildung an den Siloinnenflächen. Die Folge ist Schimmelbildung. Gelangt das verschimmelte Futter in den Trog, sind Leistungsrückgänge und gesundheitliche Probleme vorprogrammiert.

Es bewährt sich, Silos mindestens einmal im Jahr gründlich zu reinigen und zu desinfizieren. Professionelle Reinigungsunternehmen bieten Unterstützung. Welche Reinigungs- und Desinfektionsmittel sich eignen und wie bei der Reinigung genau vorgegangen werden soll, darüber informieren die Hygienepläne der Halag-Chemie in Ihrer LANDI.