Expandiertes Mineralsalz

Die Fressbarkeit ist entscheidend
Bei einem mehlförmigen Mineralsalz kann der Geschmack je nach Zusammensetzung stark variieren: von salzig über bitter bis sauer. Phosphorreiche Mineralstoffe werden von der Kuh weniger gut aufgenommen als beispielsweise kalziumreiche. Mit dem Expandieren, dem hohen Melasseanteil und den organischen Aromastoffen werden Minex-Produkte deutlich besser gefressen als herkömmliche Mineralsalze. Dies hatten Fressversuche bereits vor der Minex- Einführung gezeigt und bestätigte sich in den letzten zehn Jahren immer wieder neu. Grafik 1 zeigt, dass der Anteil schmackhafter Stoffe bei Minex klar am höchsten ist. Entsprechend positiv wird die Fresslust auf Minex von den Tierhaltern beurteilt (Grafik 2). Betriebe, die Mischrationen einsetzen, können auf geschmacksneutralere Produkte zurückgreifen, weil die Mineralsalze durch andere Rationskomponenten «aromatisiert» werden.

Einfluss auf die Verfügbarkeit?
Die Bioverfügbarkeit der Vitamine und Spurenelemente wird durch das Expandieren nicht beeinflusst. Von Vitaminen werden grundsätzlich stabile Formen verwendet, die auch bei hohen Druckund Temperaturwerten unverändert bleiben. Der hohe Anteil organischer Träger verbessert nicht nur die Fressbarkeit, sondern führt auch zu einem schonenderen Verarbeitungsprozess. Thermolabile Rohstoffe werden erst nach dem Expandieren beigemischt, damit die Produkte keinen Schaden nehmen. Bei der Auswahl der Mineralstoffe wird
auf eine sehr gute Verfügbarkeit geachtet. Mehrfach- oder Magnesiumphosphate können die Tiere besser verwerten als herkömmliche Phosphat- und Magnesiumquellen. Alle Minex-Produkte unterstehen regelmässigen Kontrollen.

Anorganisch oder Organisch?
Die Frage, ob organische Spurenelemente wirklich besser absorbiert werden als anorganische, wird immer wieder kontrovers diskutiert. Im Pansen verhalten sich die beiden Spurenelement-
Arten unterschiedlich. Durch den Einsatz organisch gebundener Spurenelemente kann die Verfügbarkeit verbessert, der erhöhte Bedarf der Kuh gedeckt und die Umwelt geschont werden. Es treten weniger Wechselwirkungen unter den Spuren- und Mengenelementen auf. Das gilt etwa für Kalzium und Eisen. «Wechselwirkungen» bedeutet, dass im Tier der Effekt einzelner Elemente durch andere Elemente beeinträchtigt wird. Die Versorgungssicherheit ist am besten, wenn Mineralsalze sowohl anorganische als auch organische Spurenelemente enthalten. Sämtliche Minex-Nummern verfügen
über organische Spurenelemente. Bei Selen liegt der organische Anteil bei mindestens 50% und bei Zink bei 25%. Minex 971 verfügt zusätzlich über organische Anteile von Kupfer und Mangan. Dem Einsatz ausschliesslich organischer Spurenelemente sind preislich bedingte Grenzen gesetzt.