Mehraufwand lohnt sich

Was machen Zuchtbetriebe mit sehr hohen Leistungen anders als ihre Berufskollegen mit durchschnittlichen Leistungen? In einer Diplomarbeit wurden vor allem Unterschiede bei der Fütterung und dem Geburtsmanagement entdeckt. Auf fünf Betrieben mit sehr hohen Leistungen und fünf Betrieben mit durchschnittlichen Leistungen wurden Fütterung und Geburtsmanagement untersucht. Als Kennzahl für die Leistung wurde die Anzahl abgesetzter Ferkel pro Sau und Jahr verwendet. Dieser Wert lag in den letzten fünf Jahren bei den Spitzenbetrieben bei mindestens 27,5 und bei den Durchschnittsbetrieben bei rund 22 bis 24 Ferkeln pro Sau und Jahr.

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Für das Sommerloch gewappnet

Gute Sauen haben Würfe mit über 13 lebend geborenen Ferkeln. Um diese mit genügend Kolostrum und Milch zu versorgen, ist eine hohe Energieaufnahme wichtig. Im Sommer wird durch die höheren Temperaturen der Verzehr reduziert. Die Energie muss trotzdem den Weg in das Tier finden. Ein Hochenergiekonzentrat kann Abhilfe leisten.

Nährstoffdichte in der Säugezeit erhöhen

Auf 581 Meter über Meer, mitten im Naturpark Thal, liegt der Betrieb Nesesrütti von Eduard Meister. Der Betriebsleiter bezeichnet sich selbst als Exot, da er mittlerweile der einzige Schweinezüchter im Dünnerntal ist. Seine Nährstoffbilanz ist dank seinen rund 18 ha LN ausgeglichen, ohne dass er Gülle vom Hof führen muss. Als er im Jahr 1987 den Betrieb von seinen Eltern übernahm, war es ein gemischter Betrieb. Damals produzierte er noch rund 60 000 Liter Milch und hielt nebenbei einige Zuchtsauen. Aufgrund der Milchkontingentierung war es dem jungen Landwirt nicht möglich, die Milchviehhaltung auszubauen.