UFA W-FOS – das pansenorientierte Fütterungssystem

Im UFA W-FOS Rationenplan werden neben bekannten Werten wie NEL/NEV, RP, APDE, APDN und RP, welche die Basis für die Berechnung und den Ausgleich der Ration bilden, auch die Fermentationsprozesse berücksichtigt. Die Rationszusammensetzung beeinflusst die Pansenfermentation und die Bereitstellung der Nährstoffe für die Tiere entscheidend. Mit dem W-FOS-System werden diese Einflüsse für jedes Futtermittel beschrieben und können in der Rationsberechnung einbezogen werden.

Was wird fermentiert?

< 1 Stunde (schnell)

1-12 Stunden (mittel)

> 12 Stunden (langsam)

Wirklich fermentierbares Rohprotein (WFRP)

SFRP

MFRP

LFRP

Wirklich fermentierbare Kohlenhydrate (WFKH)

SFKH

MFKH

LFKH

Damit der Pansen korrekt funktioniert, sind insbesondere die Werte SFKH und SFRP bedeutend. Bei zu hohen SFKH-Gehalten besteht die Gefahr einer Pansenübersäuerung. Enthalt die Ration dagegen zu viel SFRP, steigen die Harnstoffwerte im Blut. Ein Teil des gefütterten Stickstoffs wird ausgeschieden statt verwertet. Das ist ökonomisch und physiologisch ungünstig. Wichtig ist auch das Verhältnis zwischen SFRP und SFKH. Anhand dieses Verhältnisses wird die Synchronität und Stabilität des Pansens beurteilt.

Nach W-FOS ausgeglichene Rationen führen zu einer verbesserten Verwertung des Futters. Die Produktion von flüchtigen Fettsauren und mikrobiellem Protein wird erhöht, Nährstoffverluste (Stickstoff) nehmen ab.