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Colorispotop

Die Tiergesundheit ist eines der wichtigsten Optimierungspotenziale in der Kälbermast und -aufzucht. UFA hat mit Partnern das Projekt "Colorispotop " ins Leben gerufen. Dieses Projekt zielt darauf ab, die Kälber- und Tränkergesundheit mit vier Massnahmen zu verbessern:

1. Kolostrum

Eine grosszügige Kolostrumversorgung bringt zwar Aufwand mit sich, ist aber nach wie vor die beste Methode, um die Widerstandskraft junger Kälber zu unterstützen. Empfohlen werden mindestens 10 % des Körpergewichtes innert der ersten zwölf Lebensstunden. Bei 45 kg Lebendgewicht sind dies schon 4.5 l. Mit einem Kolostrometer kann die Biestmilch auf den Abwehrstoffgehalt überprüft werden. Stimmt die Qualität bei einem Tier nicht, sollte das betroffene Kalb mit eingefrorenem Kolostrum von einer anderen Kuh mit genügend Abwehrstoffen getränkt werden. Im neuen Förster "Colostrofitbag" kann Reserve- Kolostrum konserviert, erwärmt und vertränkt werden.

2. Mehr Milch

Um den Nährstoffbedarf der Kälber zu decken, sind ab der zweiten bis zur vierten Lebenswoche Milchgaben von mindestens acht Litern zu empfehlen. Je kälter die Stalltemperatur, desto höher der Energie- beziehungsweise Milchbedarf. Wo kein Automat im Einsatz ist, sollte die Milch auf drei Gaben je Tag verteilt werden. Auch das Stehenlassen der Milch während einer halben Stunde hat sich bewährt (siehe Tabelle). Wird zu viel aufs Mal vertränkt, kann die Milch in die Vormägen gelangen und zu Fäulnis und Durchfall führen.

3. Eisen und Ergänzungsfütterung

Von Natur aus mangelt es Kuhmilch an Vitamin E, Vitamin D, Magnesium, Kalzium und mehr. Das Konzentrat "UFA top-paleo" kann über den Zudosierer am Tränkeautomaten verabreicht werden und ergänzt genau jene Wirkstoffe, die in der Milch fehlen. Besonders gross ist die Differenz zwischen Angebot und Bedarf beim Eisen. Viele Tränker kommen mit einem ungenügenden Eisengehalt im Blut in die Mast. Eine Gabe mit "UFA-Eisenpaste" am dritten Lebenstag behebt das Manko. Bei sehr anämischen Kälbern ist eine Wiederholung angezeigt. Eisen fördert die Vitalität, Sauglust und Mastleistungen der Kälber. Das Verabreichen einer Paste ist für Tier und Halter angenehmer als der Einsatz einer Spritze.

4. Intranasale Impfung

In der Schweiz stehen gegen virale Erkrankungen beim Nutztier keine spezifischen Medikamente zur Verfügung. Um Infektionen der Atemwege, verursacht durch das Bovine Respiratorische Synzytialvirus (BRSV) und PI3, vorzubeugen, gibt es aber einen Lebendimpfstoff, der über die Nase verabreicht wird. Dieser Impfstoff stärkt die Immunität und verringert die Virusausscheidung und Ansteckungsgefahr für andere Tiere. Der Schutz beginnt gegen BRSV ab fünf, gegen PI3 ab zehn Tagen nach der Impfung. Nach einmaliger Anwendung dieser Nasenimpfung hält der Schutz mindestens zwölf Wochen an. Absetzfrist gibt es keine. Detaillierte Auskünfte erteilt der Bestandestierarzt.