Wie füttere ich meine Kaninchen?

Für die professionelle Kaninchenhaltung stehen weitere UFA-Futter zur Verfügung.

Kaninchen können mit ihrem grossen Magen-Darm-Kanal viel Futter verzehren und rohfaserreiche Futtermittel verwerten. Den Tieren muss jederzeit frisches Wasser und ein rohfaserreiches Futtermittel zur Verfügung stehen. Als Grundfutter und zur Beschäftigung eignet sich älteres, bodengetrocknetes Heu (mindestens sechs Wochen gelagert).

Im einhöhligen Kaninchenmagen ist die Raufutterausnützung weniger gut als beim Wiederkäuer. Zur gesunden Ernährung brauchen Kaninchen deshalb zusätzliche Nähr- und Wirkstoffe. Die UFA-Kaninchenfutter (Bio und konventionell) sind auf den Bedarf der Tiere abgestimmt und leisten einen Beitrag zur artgerechten Fütterung. Die Futter werden mit oder ohne Kokzidiostatika angeboten. Die Kaninchen sind sehr dankbar für die Verabreichung von Stroh, frischen Zweigen und Ästen (z.B. Hasel). Neben dem genussvollen Verzehr von Blättern und Rinde ist das Nagen auch für den Abrieb der Schneidezähne wichtig.

Frisches Wasser muss jederzeit zur freien Verfügung stehen.

Zibben ohne Jungtiere

Während der Aufzucht sollen Zuchtzibben nicht zu intensiv gefüttert werden, da sie verfetten können und die Fruchtbarkeit schlecht wird. Je nach Rasse tritt die Geschlechtsreife nach zirka vier bis sechs Monaten ein. Das erste Decken sollte frühestens im Alter zwischen acht und neun Monaten erfolgen, ansonsten ist der Nachwuchs meistens schwächlich.

Gegen Ende der Trächtigkeit wird der Futteranteil leicht erhöht. Dies fördert die Entwicklung der Föten (ungeborene Jungtiere im Bauch).

Zibben mit Jungtieren

Vom dritten bis zum 21. Tag nach dem Werfen sollte die Zibbe je nach Körperkondition und Anzahl Jungtiere zusätzliches Futter erhalten, damit sie genügend Milch produziert. Die Zibben können mit Pellets (UFA 857) oder mit Kombifutter (UFA 855) gefüttert werden. Bei Bedarf stehen Futter ohne Antikokzidia oder Bio-Futter zur Verfügung.

Jungkaninchen

Im Alter von drei bis vier Wochen beginnen die Jungen die Umgebung zu erkunden. Neben der Muttermilch fressen sie nun auch etwas Festfutter. Die Jungtiere bekommen Raufutter und das gleiche UFA-Futter wie die Zibben. Für eine normale Entwicklung des Verdauungstraktes ist es wichtig, dass die Zufütterung von Grünfutter nicht zu früh beginnt. Nach etwa sechs bis acht Wochen werden die Jungtiere von der Zibbe entwöhnt. Mit dem Absetzen sollte nicht gleichzeitig ein Futterwechsel stattfinden. Bei Absetzproblemen (erhöhte Abgänge 10 - 14 Tage nach dem Absetzen) hat sich der Einsatz des Einstellfutters UFA 853 bewährt. Es wird als Problemlöser im ersten Drittel der Aufzucht eingesetzt. Anschliessend wird für die Zuchttiere UFA 857 und für die Masttiere UFA 856 empfohlen.

Mastkaninchen

Das meistverkaufte UFA-Mastfutter für Kaninchen (UFA 856) enthält ein Kokzidiostatikum. Spätestens fünf Tage vor der Schlachtung muss auf ein Futter ohne Kokzidiostatikum gewechselt werden (UFA 854).

Soll die ganze Mast ohne Kokzidiostatikum erfolgen, kann UFA 854 ab Mastbeginn eingesetzt werden. Auch während der Mastphase ist die Zufütterung von Raufutter und Grünfutter (Äste, Zweige usw.) unerlässlich. Die Zufütterung gewisser Raufutter (z.B. Maispflanzen, Maiskörner) kann zur unbeliebten Gelbfärbung des Schlachtkörpers führen.

Rammler

Die Rammler können wie Zibben ohne Jungtiere gefüttert werden. Dabei steht die Verabreichung von Raufutter im Vordergrund.

UFA 857 oder ein anderes Zuchtfutter wird als Ergänzungsfutter zur sicheren Deckung des Nährstoff- und Wirkstoffbedarfs verabreicht. In der Deckphase erhöht sich der Futterbedarf. Die Menge an UFA-Futter für einen ausgewachsenen Rammler richtet sich nach dessen Körperkondition (Verfettung vermeiden).