Schweine   Rindvieh   Geflügel   Schafe   Ziegen   Pferde   Kaninchen   Bio   Diverses
UFA AG

zertifiziert nach
ISO 9001:2008
Home
Aktuell
Produkte
Bestellen
Beratungsdienste
Service
UFA
UFA 2000
SFPS  
Kontakt
Suchen
Langue
Français

    UFA AG 10.3.2010


Haltung und Betreuung

Ziegen auf der Weide  

Haltung, Umwelt und Betreuung beeinflussen in massgeblicher Art und Weise den Erfolg der Ziegenhaltung.

Diese müssen insbesondere auch den Ansprüchen der gehaltenen Ziegenrassen angepasst werden.


Ziegengerechte Stallverhältnisse

Die Ansprüche der Ziegen an das Stallklima sind nicht allzu hoch. Sie fühlen sich am wohlsten, wenn die Temperaturen zwischen 10 und 15° C liegen. Die Luftfeuchtigkeit sollte 80% nicht übersteigen.

 

Im Sommer sollen Ziegenställe gut gelüftet werden können und im Winter vor allem trocken und frei von Zugluft sein. Für Ziegen ist der Laufstall die bestgeeignete Stallform. Die Liegenfläche wird am zweckmässigsten als Tiefstreu eingerichtet.


Tränkeeinrichtungen

Tränkebecken eignen sich besser als Ventiltränken. Die Tränkebecken sollen im Laufstall so hoch angebracht sein, dass sie nur erreichbar sind, wenn die Ziegen mit den Vorderbeinen auf eine Rampe stehen. Dadurch kann eine Verunreinigung der Tränken verhindert werden.

 

Wenn Wasserzufuhr im Stall fehlt oder wenn im Winter die Gefahr des Einfrierens besteht, muss den Ziegen täglich zweimal frisches Wasser in sauberen Eimern bereitgestellt werden.


Mindestanforderungen für die Haltung von Ziegen
(nach Tierschutzverordnung 1997)

 

Zicklein
1-4 Monate

Jungziegen
4-10 Monate

Ziegen
über
10 Monate

Böcke
über
10 Monate

1   Anbindehaltung¹       
11 Standplatzbreite in cm
12 Standplatzlänge² in cm

 

45
100

55
120

60
120

2   Haltung in Einzelboxen
21 Boxenfläche in cm²

1

2

3

3,5

3   Laufstallhaltung
31 Fressplatzbreite in cm
32 Buchtenfläche in m²

20
0,5

35
1,5

40³
2

55
2

¹  Die ganztägige Anbindehaltung ist nur während der Winterfütterung erlaubt
   (Art. 19b Abs. 1)
²  Höchstens 25% des Standplatzes dürfen perforiert sein.
³  Bei der Verwendung von Fressblenden genügen mindestens 35 cm.


Klauenpflege

Das rasche Hornwachstum bei der Ziege erfordert, vor allem bei überwiegender Stallhaltung und Wiedegang in tieferen Lagen, ein häufiges Schneiden der Klauen. Alle 2 bis 3 Monate sollen die Klauen

 

kontrolliert  und falls notwendig geschnitten werden. Damit kann dem Auftreten von Klauenkrankheiten vorgebeugt  und das Wohlbefinden des Tieres gefördert werden.


Wurmbehandlung

Neben äusseren Parasiten werden Ziegen auch von inneren Parasiten befallen. Die verbreitetsten sind: Magen-Darmwürmer, Lungenwürmer, Leberegel und Bandwürmer. Die äusseren Anzeichen eines Wurmbefalls sind: Abmagerung,

 

rauhes Haarkleid, Leistungsrückgang und Durchfall. Der Bestandestierarzt kann auf Grund einer Kotuntersuchung eine geeignete Behandlungsstrategie vorschlagen und auch die entspre-
chenden rezeptflichtigen Mittel liefern.