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Haltung und Betreuung
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Haltung, Umwelt und Betreuung beeinflussen in massgeblicher
Art und Weise den Erfolg der Ziegenhaltung.
Diese müssen insbesondere auch den Ansprüchen der gehaltenen
Ziegenrassen angepasst werden.
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Ziegengerechte Stallverhältnisse
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Die Ansprüche der Ziegen an das Stallklima sind nicht allzu
hoch. Sie fühlen sich am wohlsten, wenn die Temperaturen zwischen 10 und
15° C liegen. Die Luftfeuchtigkeit sollte 80% nicht übersteigen.
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Im Sommer sollen Ziegenställe gut gelüftet werden können
und im Winter vor allem trocken und frei von Zugluft sein. Für Ziegen
ist der Laufstall die bestgeeignete Stallform. Die Liegenfläche wird am
zweckmässigsten als Tiefstreu eingerichtet.
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Tränkeeinrichtungen
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Tränkebecken eignen sich besser als Ventiltränken. Die Tränkebecken
sollen im Laufstall so hoch angebracht sein, dass sie nur erreichbar sind,
wenn die Ziegen mit den Vorderbeinen auf eine Rampe stehen. Dadurch kann
eine Verunreinigung der Tränken verhindert werden.
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Wenn Wasserzufuhr im Stall fehlt oder wenn im Winter die
Gefahr des Einfrierens besteht, muss den Ziegen täglich zweimal frisches
Wasser in sauberen Eimern bereitgestellt werden.
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Mindestanforderungen für die Haltung von Ziegen
(nach Tierschutzverordnung 1997)
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Zicklein
1-4 Monate
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Jungziegen
4-10 Monate
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Ziegen
über
10 Monate
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Böcke
über
10 Monate
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1 Anbindehaltung¹
11 Standplatzbreite in cm
12 Standplatzlänge² in cm
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45
100
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55
120
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60
120
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2 Haltung in Einzelboxen
21 Boxenfläche in cm²
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1
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2
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3
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3,5
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3 Laufstallhaltung
31 Fressplatzbreite in cm
32 Buchtenfläche in m²
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20
0,5
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35
1,5
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40³
2
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55
2
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¹ Die ganztägige Anbindehaltung ist nur während der
Winterfütterung erlaubt
(Art. 19b Abs. 1)
² Höchstens 25% des Standplatzes dürfen perforiert sein.
³ Bei der Verwendung von Fressblenden genügen mindestens 35 cm.
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Klauenpflege
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Das rasche Hornwachstum bei der Ziege erfordert, vor allem
bei überwiegender Stallhaltung und Wiedegang in tieferen Lagen, ein häufiges
Schneiden der Klauen. Alle 2 bis 3 Monate sollen die Klauen
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kontrolliert und falls notwendig geschnitten werden.
Damit kann dem Auftreten von Klauenkrankheiten vorgebeugt und das
Wohlbefinden des Tieres gefördert werden.
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Wurmbehandlung
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Neben äusseren Parasiten werden Ziegen auch von inneren
Parasiten befallen. Die verbreitetsten sind: Magen-Darmwürmer, Lungenwürmer,
Leberegel und Bandwürmer. Die äusseren Anzeichen eines Wurmbefalls sind:
Abmagerung,
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rauhes Haarkleid, Leistungsrückgang und Durchfall. Der Bestandestierarzt
kann auf Grund einer Kotuntersuchung eine geeignete Behandlungsstrategie
vorschlagen und auch die entspre-
chenden rezeptflichtigen Mittel liefern.
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