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Die Schweizer Schafrassen
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Allgemeine Nutzungsziele
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Die Schafhaltung wurde in den vergangenen Jahren ausgedehnt,
vor allem zur Nutzung von Grünflächen, die nicht maschinell bearbeitet
werden können. Die Wertschätzung der Schafhaltung steigt und die Produktion
wurde teilweise intensiviert. Mehr als 90 % des Endrohertrages aus der
Schafhaltung stammen aus dem Erlös beim Verkauf von Schlachtlämmern. Die
Produktion von Qualitäts-Lammfleisch steht im Vordergrund. Der Markt verlangt
junge, vollfleischige, leicht bis mittel gedeckte Schlachtlämmer, die
im Alter von etwa 120 - 150 Tagen ein Lebendgewicht von 35 - 40 kg erreichen.
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Dieses Ziel ist nur durch intensive Fütterung mit entsprechender
Pflege, sowie guter Haltung zu erreichen.
1995 wurden in der Schweiz 1,6 kg Lammfleisch pro Kopf konsumiert. Das
sind 2 % des Gesamtfleischkonsums. Die Inlandversorgung ist mit 46 % eher
bescheiden.
Wenn auch die Wollproduktion in der Schweiz nicht mehr das erste Nutzungsziel
darstellt, wird nach wie vor Wert auf Menge und Qualität der Wolle gelegt.
Nur eine gute und fehlerfreie Wolle ist handelsfähig.
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Das weisse Alpenschaf (WAS)
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Das weisse Alpenschaf (WAS) ist die verbreitetste Schafrasse
in der Schweiz. Seit 1937 importierte man das Ile-de-France-Schaf aus
Frankreich zur Verbesserung der Fleischleistung.
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Durch die Einkreuzung entstand die heute vorherrschende
Zuchtrichtung des weissen Alpenschafes.
Die Ablammungsergebnisse sind stark von Haltung und Fütterung
abhängig. Sie liegen im Durchschnitt bei 1,8 Lämmern je Mutterschaf und
Jahr. In der Regel lammen Mutterschafe dieser Rasse dreimal innert zwei
Jahren. In gut geführten Betrieben ist eine zweimalige Ablammung pro Jahr
oft möglich. Auch die Aufzucht- und Mastleistung kann, bedingt durch unterschiedliche
Umweltbedingungen (Haltung, Fütterung), sehr stark variieren.
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Das braunköpfige Fleischschaf (BFS)
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Das braunköpfige Fleischschaf (BFS) ist die schwerste Rasse
der Schweiz. Auch sie ist durch die Einkreuzung ausländischer Rassen (englische
Oxfordschafe, deutsche schwarzköpfige Fleischschafe) in die einheimischen
Landrassen entstanden.
Unter guten Haltungs- und Fütterungsbedingungen eignet sie sich speziell
für die Produktion junger Schlachtlämmer. Sie wird deshalb vorab in eher
intensiv geführten Betrieben gehalten.
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Im Druchschnitt kann mit 1,6 Lämmern pro Mutterschaf und Jahr gerechnet
werden. Die Wolleistung ist quantitativ gut.
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Das schwarzbraune Bergschaf (SBS)
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Das schwarzbraune Bergschaf (SBS) ist in den Kantonen Freiburg
und Jura aus alten Landschlägen herausgezüchtet worden. Die Rasse gilt
als besonders gesund und fruchtbar. Durchschnittlich werden 2,3 Lämmer
pro Mutterschaf und Jahr geboren.
Die Wolle ist von befriedigender Qualität.
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Das Walliser Schwarznasenschaf (SN)
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Das Walliser Schwarznasenschaf (SN) Diese Rasse wird speziell
im Oberwallis gezüchtet. Es ist eine gehörnte, spätreife Landrasse, welche
die harten Bedingungen des Gebirges sehr gut erträgt und sich damit für
die Nutzung der Hochalpen besonders gut eignet. Die Fruchtbarkeit liegt
bei 1,7 Lämmern pro Jahr.
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Das Milchschaf
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Milchschafe sind auf Milchleistung speziell gezüchtete Rassen.
In der Schweiz sind das Ostfriesische Milchschaf und das Lacaune-Schaf
(aus dem französischen Roquefort-Gebiet) am stärksten vertreten.
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Entsprechend ihrer guten Milchleistung und Fruchtbarkeit
stellen sie besondere Ansprüche an die Fütterung und Haltung.
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