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    UFA AG 9.9.2010


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Die Schweizer Schafrassen

Allgemeine Nutzungsziele

Die Schafhaltung wurde in den vergangenen Jahren ausgedehnt, vor allem zur Nutzung von Grünflächen, die nicht maschinell bearbeitet werden können. Die Wertschätzung der Schafhaltung steigt und die Produktion wurde teilweise intensiviert. Mehr als 90 % des Endrohertrages aus der Schafhaltung stammen aus dem Erlös beim Verkauf von Schlachtlämmern. Die Produktion von Qualitäts-Lammfleisch steht im Vordergrund. Der Markt verlangt junge, vollfleischige, leicht bis mittel gedeckte Schlachtlämmer, die im Alter von etwa 120 - 150 Tagen ein Lebendgewicht von 35 - 40 kg erreichen. .

 

Dieses Ziel ist nur durch intensive Fütterung mit entsprechender Pflege, sowie guter Haltung zu erreichen.

1995 wurden in der Schweiz 1,6 kg Lammfleisch pro Kopf konsumiert. Das sind 2 % des Gesamtfleischkonsums. Die Inlandversorgung ist mit 46 % eher bescheiden.

Wenn auch die Wollproduktion in der Schweiz nicht mehr das erste Nutzungsziel darstellt, wird nach wie vor Wert auf Menge und Qualität der Wolle gelegt. Nur eine gute und fehlerfreie Wolle ist handelsfähig.


Das weisse Alpenschaf (WAS)

Bild weisses Alpenschaf50.jpg (9764 Byte)

Das weisse Alpenschaf (WAS) ist die verbreitetste Schafrasse in der Schweiz. Seit 1937 importierte man das Ile-de-France-Schaf aus Frankreich zur Verbesserung der Fleischleistung.

 

Durch die Einkreuzung entstand die heute vorherrschende Zuchtrichtung des weissen Alpenschafes.

Die Ablammungsergebnisse sind stark von Haltung und Fütterung abhängig. Sie liegen im Durchschnitt bei 1,8 Lämmern je Mutterschaf und Jahr. In der Regel lammen Mutterschafe dieser Rasse dreimal innert zwei Jahren. In gut geführten Betrieben ist eine zweimalige Ablammung pro Jahr oft möglich. Auch die Aufzucht- und Mastleistung kann, bedingt durch unterschiedliche Umweltbedingungen (Haltung, Fütterung), sehr stark variieren.


Das braunköpfige Fleischschaf (BFS)

Das braunköpfige Fleischschaf (BFS) ist die schwerste Rasse der Schweiz. Auch sie ist durch die Einkreuzung ausländischer Rassen (englische Oxfordschafe, deutsche schwarzköpfige Fleischschafe) in die einheimischen Landrassen entstanden.

Unter guten Haltungs- und Fütterungsbedingungen eignet sie sich speziell für die Produktion junger Schlachtlämmer. Sie wird deshalb vorab in eher intensiv geführten Betrieben gehalten.

 

 

Bild braunköpfige Fleischschaf50.jpg (10020 Byte)

Im Druchschnitt kann mit 1,6 Lämmern pro Mutterschaf und Jahr gerechnet werden. Die Wolleistung ist quantitativ gut.


Das schwarzbraune Bergschaf (SBS)

Bild schwarzbraunes Bergschaf50.jpg (9654 Byte)

 

Das schwarzbraune Bergschaf (SBS) ist in den Kantonen Freiburg und Jura aus alten Landschlägen herausgezüchtet worden. Die Rasse gilt als besonders gesund und fruchtbar. Durchschnittlich werden 2,3 Lämmer pro Mutterschaf und Jahr geboren.

Die Wolle ist von befriedigender Qualität.


Das Walliser Schwarznasenschaf (SN)

Das Walliser Schwarznasenschaf (SN) Diese Rasse wird speziell im Oberwallis gezüchtet. Es ist eine gehörnte, spätreife Landrasse, welche die harten Bedingungen des Gebirges sehr gut erträgt und sich damit für die Nutzung der Hochalpen besonders gut eignet. Die Fruchtbarkeit liegt bei 1,7 Lämmern pro Jahr.

 

Bild walliser Schwarznasenschaf50.jpg (6524 Byte)


Das Milchschaf

Milchschafe sind auf Milchleistung speziell gezüchtete Rassen. In der Schweiz sind das Ostfriesische Milchschaf und das Lacaune-Schaf (aus dem französischen Roquefort-Gebiet) am stärksten vertreten.

 

Entsprechend ihrer guten Milchleistung und Fruchtbarkeit stellen sie besondere Ansprüche an die Fütterung und Haltung.