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    UFA AG 7.9.2010


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UFA-Fütterungsempfehlung für die Kälberaufzucht im Rindviehmastbetrieb

Worauf ist beim Einstallen zu achten?

Nur gesunde Kälber einstallen! Die Tiere sollen bei der Ankunft auf folgende Krankheitssymptome untersucht werden:

  • Atembeschwerden, Husten
  • übermässiger Speichelfluss
  • feuchter, infizierter Nabel
  • geschwollene Gelenke, Lahmheiten
  • Durchfall (schmutziger Schwanz)
  • Hautparasiten (Läuse, Milben)
  • Fieber, Schwäche
 

Kälber, die eines oder mehrere Symptome aufweisen, sind zurückzuweisen.
Einstellprophylaxe in Zusammenarbeit mit dem Bestandestierarzt durchführen.

Darauf ist bei der Aufzuchtfütterung zu achten!

  • Die Anfütterung soll frühestens 2 Stunden nach Ankunft der Kälber erfolgen. Erregte Tiere reagieren auf eine rasche Anfütterung oft mit Durchfall. Die erste Tränke soll rationiert erfolgen (2-3 Liter je nach Gewicht der Kälber).
  • Alle Kälber möglichst innerhalb einer Woche einstallen. Am besten hat sich die Rein-Raus- Variante bewährt. Leider trifft der Stallwechsel mit ca. 70 kg mit einer relativ schlechten Immunabwehr zusammen. Dieses "Immunisierungsloch" wird dadurch verursacht, dass die Immunisierung durch die Kolostralmilch abnimmt, das Eigenimmunsystem aber noch nicht vollständig aufgebaut ist. Eine Einstallprophylaxe empfiehlt sich deshalb während 7-10 Tagen (siehe Plan, rezeptpflichtig!).
  • Die Tränketemperatur muss bei 39° bis 40° C liegen (optimales Auslösen des Schlundrinnen-Schliessreflexes).
  • Das Aufzuchtkalb soll sich so rasch wie möglich zum Wiederkäuer entwickeln. Durch eine Beschränkung der Tränkemenge kann die frühzeitige Aufnahme von Aufzuchtfutter und Heu und damit das Pansenvolumen und die Pansenaktivität gefördert werden. Deshalb dem Kalb ab der 2. Lebenswoche Heu guter Qualität (kein Emd) und UFA-Kälberaufzuchtfutter vorsetzen.
 
  • Während der Anfütterungsphase die Futterkrippe 2 x täglich reinigen, damit den Tieren immer frisches Futter zur Verfügung steht. Auf eine genügende Trinkwasserversorgung muss unbedingt geachtet werden.
  • Beim Absetzen der Kälber von der Milch den Verzehr an Heu und Kraftfutter kontrollieren! Wird zur Zeit der Entwöhnung von der Tränke neben dem Heu täglich ca. 1.5 bis 2.0 kg Kälberaufzuchtfutter aufgenommen, reicht die gesamte Nährstoffmenge für ein gleichmässiges Wachstum aus.
  • Das betriebseigene Grundfutter wird den Aufzucht-kälbern gegen Ende der Tränkeperiode vorgelegt. Wichtig ist eine langsame Angewöhnung, danach allmählich steigern und schliesslich zur freien Ver-fügung stellen.
  • Ab der 11. Aufzuchtwoche bzw. bei einem Lebend-gewicht von ca. 130 kg kann ganz auf Vormastfutter UFA 230 ProRumin. Der Futterwechsel muss jedoch langsam, d.h. über einen Zeitraum von 14 Tagen erfolgen.

Kranke Tiere, was tun?

Zugekaufte Kälber kommen aus verschiedenen Ställen und bringen ganz unterschiedliche Keime mit. Es ist deshalb meist unumgänglich, dass frisch eingestallte Kälber während 7-10 Tagen prophylaktisch mediziniert werden.

 

 

Bei der Einstallprophylaxe und vor allem bei Störungen in der späteren Aufzuchtphase ist der Tierarzt früh genug zu rufen.

Durchfallerkrankungen

Durchfallerkrankungen können entweder durch Fütterungsfehler oder Infektionen ausgelöst werden. Fütterungsfehler:

  • In der ersten Aufzuchtwoche können stärke- und rohfaserreiche Futtermittel im Dickdarm Gärungen verursachen und somit Durchfall auslösen
  • Verdorbene und schimmlige Futtermittel
  • Unregelmässiges Tränken, falsche Tränketemperatur und zu hohe Tränkemengen führen zu unvoll-ständiger Gerinnung im Labmagen. Dies hat eine schlechte Verdauung und damit Durchfall zur Folge.

Infektionen: Die Kälber erkranken vor allem in den ersten 5 Lebenswochen und weisen in der Regel eine erhöhte Körpertemperatur auf. Für die genauere Ab-klärung der Krankheitsursche und die Behandlung ist der Tierarzt beizuziehen.

 

Durchfallbehandlung: Ein an Durchfall erkranktes Kalb verliert sehr viel Flüssigkeit. Aus diesem Grund muss dem erkrankten Tier genügend Flüssigkeitsersatz verabreicht werden. Anstelle der Milchtränke werden an 1-2 Tagen in mehreren Portionen insgesamt 4-6 Liter Schwarztee oder warmes Wasser, angereichert mit dem Elektrolytpräparat UFA Solvi vorgesetzt.
Zum Aufbau der zerstörten Darmflora wird nach Medizinaleinsatz UFA top-fit empfohlen.