Management

Top-Betriebe erreichen bessere Resultate, was auf fünf Hauptfaktoren zurückzuführen ist: Tiergesundheit, Haltung, Lüftung, Genetik und Fütterung.

Einstallen

Der erfolgreiche Mäster stallt grosse und gesunde Ferkelposten bekannter Herkunft und bekanntem Gesundheitsstatus nach Gewichtklassen ein. Qualitativ hochwertige Ferkel zeichnen sich durch Frohwüchsigkeit in der Aufzucht aus.

 

Ferkel, die in der Aufzucht hohe Tageszunahmen aufweisen, wachsen auch in der Mast besser. Einstallen in vorgewärmte und grosszügig eingestreute Ställe verhindert gefährlichen Klimastress zum Start.


Geschlechtsunterschiede

Kastraten verfetten bei intensiver Fütterung stärker als weibliche Tiere. Zudem werden die weiblichen Tiere in der Gruppe immer zurückgedrängt.  

Deshalb wenn möglich geschlechtsgetrennt einstallen und entsprechend füttern. Weibliche Tiere können bis 10 % intensiver gefüttert werden.


Entwurmen

Wurmbefall ist häufig. Der Befall zeigt sich durch vermehrt nervöse Tiere und verminderte Mastleistungen. Deshalb ist es wichtig, die Buchten vor dem Neubelegen zu reinigen und zu desinfizieren.  

Jager sind 14 Tage nach Mastbeginn zu entwurmen: 500 g UFA 496 / 10 kg LG (Jager mit 35 kg LG benötigt 1,75 kg UFA 496; entspricht Einsatz während mind. 1½ bis 2 Tagen).


Wasserversorgung

Wasser ist lebenswichtig. Eine ausreichende Versorgung ist Voraussetzung für hohe Futteraufnahme. Bei Nippeln soll die Durchflussrate 1 bis 2 Liter pro Minute betragen.

  Auch Anbringhöhe, Winkel, Zugänglichkeit und eine ausreichende Zahl an Tränken (höchstens 12 Tiere/Tränkestelle) sind wichtig.


Lüftung und Stallklima

Je kälter, desto höher der Erhaltungsbedarf. Je wärmer desto weniger fressen die Schweine. Überprüfen und korrigieren Sie die Stalltemperatur laufend mit einem Min-Max-Thermometer. Die ideale Stalltemperatur sinkt mit zunehmendem Alter der Schweine:

LG 20 kg 40 kg 60 kg 100 kg

Ideal-
temperatur

22 °C 17 °C 16 °C 15 °C
 

Schlechte Luft und Zugluft beeinträchtigen Gesundheit und Mastleistung. Genügend Sauerstoff ist sehr wichtig. Anzustrebende Luftqualität:

Ammoniak max. 10 ppm
Kohlendioxyd max. 3500 ppm
Zugluft max. 0,2 m/sec
Luftfeuchtigkeit 50 - 80 %


Dem Kannibalismus vorbeugen

  • Ausgeglichene Gruppen (Belegdichte und Tier/Fressplatzverhältnis beachten)
  • Gesundheitsstatus (z.B. Verwurmung und HPS) prüfen
  • Schadgaskonzentration kontrollieren
  • Zugluft vermeiden
  • Rationenpläne und Computereinstellungen überprüfen (z.B. Flüssigkeitsfaktor)

 
  • Futterhygiene, auch beim Beschäftigungsfutter und Stroh (Schimmel, Mykotoxingehalt) beachten
  • Wasserverfügbarkeit messen
  • Beschäftigungsmöglichkeiten (Papiersäcke, Lecksteine, Strohraufen usw.) bieten

UFA AG 9.9.2010