Hygiene

Hygienisch einwandfreies Futter ist Voraussetzung für maximale Futteraufnahme. Das Futter muss möglichst kühl und trocken gelagert werden und die Silos sind regelmässig zu reinigen, ev. zu desinfizieren. Hygienisiertes Futter (Expander) bietet Vorteile und ist länger lagerfähig, weil hier der natürliche Keimgehalt reduziert wurde.
Besondere Beachtung ist den Mikroorganismen im Flüssigfutter zu schenken:


Art Abbau von mögliche Folgen Grenzwerte pro g Futtersuppe
Verderb anzeigender Bakterien (aerobe Keime) Eisweiss
  • Bildung von Ammoniak und Toxinen
  • Geruchs-, Geschmacksveränderung, tiefere Futteraufnahme
  • Durchfall, Fieber, Allgemeinstörungen
max. 1 Mio. KBE (Keimbildende Einheiten)
Hefen Zucker, Stärke
  • TS-Verluste
  • CO2-Bildung, Blähungen, reduzierte Futteraufnahme, Durchfall, Darmverschluss
max. 100'000 KBE
Schimmelpilze Stärke, Eiweiss
  • Bildung von Mykotoxinen
  • Fruchtbarkeitsprobleme, Aborte, schlechte Mastleistungen
max. 10'000 KBE
Milchsäurebakterien Zucker
  • stabilisierend, geschmacksfördernd
keine

Der Einsatz von Säuren hilft bei Hygieneproblemen mit, ersetzt aber die Reinigung nicht! Neben dem Einsatz einwandfreier Komponenten ist deshalb eine geplante und regelmässige Reinigung (vor jedem Mastdurchgang) unerlässlich. Zur täglichen Reinigung gehört: Anmischstande mit Schlauch ausspülen; Standendeckel bis zur nächsten Fütterung geöffnet lassen (Abtrocknung zwischen Fütterungen). Alle zwei bis drei Wochen die Anmischstande mit Hochdruck heiss reinigen (Trogausläufe mit Spülmaus).

UFA AG 7.9.2010