Spitzenleistungen mit gesunden Ferkeln

Einleitung

Bei der Geburt fallen die Würfel: Schon die ersten Minuten nach der Geburt sind für das Gedeihen eines Ferkels von grösster Bedeutung. Die Anforderungen an die Umgebung und die Behandlung sind hoch. Stroh – täglich erneuert – eignet sich am besten als Einstreue übers Abferkeln.

 

Die Abferkelbucht, insbesondere der Liegebereich der Ferkel, ist trocken zu halten und täglich auszumisten. Der Fliegenbekämpfung ist grösste Beachtung zu schenken. Es ist dafür zu sorgen, dass die frischgeborenen Ferkel möglichst rasch ans Gesäuge der Muttersau gelangen. Die frühe Aufnahme von Kolostralmilch ist lebenswichtig.


Eisenversorgung

Weil das Ferkel mit einer nur geringen Eisenreserve zur Welt kommt und die Sauenmilch den täglichen Bedarf nicht deckt, muss in den ersten Lebenstagen zusätzlich Eisen verabreicht werden (UFA 303 Ferkelwühlerde, UFA-Fenergie, orale oder intramuskuläre Verabreichung eines Eisenpräparates).

 

50 g UFA-Fenergie pro Wurf und Tag schützen nicht nur vor Eisenmangel, sondern bringen zusätzlich leicht verdauliche Energie (Zucker) und durchfallhemmende pflanzliche Stoffe, sowie Vitamine und Spurenelemente.


Ferkelfütterung

Sauenmilch ist in den ersten Lebenstagen die einzige Nahrung für Ferkel. Ab der 2. bis 3. Woche vermag sie aber den Bedarf eines frohwüchsigen Ferkels nicht mehr zu decken. Eine zusätzliche Fütterung mit UFA-Ferkelfutter ermöglicht das Ausnützen des Wachstumspotentials.

Wie ist der Nährstoffbedarf des wachsenden Ferkels zu decken?
Nährstoffbedarf bzw. seine Deckung durch Sauenmilch und Trockenfutter.

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Absetzen erst, wenn das Ferkel ein Kilogramm Trockenfutter gefressen hat

Unter normalen Bedingungen können die Ferkel im Alter von 4–6 Wochen abgesetzt werden. Als Faustregel gilt, dass jedes Ferkel beim Absetzen mindestens ein Kilogramm Trockenfutter gefressen haben sollte. Das Absetzen bringt grosse Umstellungen in Haltung und Fütterung. Um den entstehenden Stress gering zu halten, sind folgende Punkte zu beachten:

 
  • geforderte Stalltemperatur einhalten
  • keine Zugluft
  • genügendes Frischwasserangebot (gleiches Tränkesystem wie in der Abferkelbucht)
  • keine Futterumstellung während einer Woche vor und zwei Wochen nach dem Absetzen
  • ad-libitum-Fütterung, wenn keine Verdauungsstörungen auftreten. Zu schnelles Fressen ist nachteilig.


Umstellung auf das Ferkelfutter

Das Verdauungssystem des Ferkels entwickelt und verändert sich in den ersten Lebenswochen vom reinen Milch-, zum Trocken- oder Suppenfutter-
verwerter. Um diese Entwicklung möglichst früh und problemlos zu fördern, ist nur das Beste gut genug. Im UFA-Ferkelfutter werden nur die besten Rohkomponenten eingesetzt, welche die geforderte hohe Verdaulichkeit aufweisen. Würfel werden von den Ferkeln dem Mehl vorgezogen und bieten zusätzlich hygienische Vorteile. Eine tägliche Gabe von frischer UFA 303 Ferkelwühlerde im Liegebereich (ab Geburt allmähliche Steigerung von 100 bis 500 g pro Wurf) verhindert einen Eisenmangel. Ab der 2. Lebenswoche ist zudem UFA-Ferkelfutter vorzusetzen um die Trockenfutteraufnahme frühzeitig zu fördern.

 

Zur Anfütterung eignen sich UFA 304 piccolo, das Starterfutter für Ferkel oder das später eingesetzte UFA-Alleinfutter für Ferkel. Am besten wird täglich zweimal eine Handvoll UFA-Ferkelfutter auf den sauberen, trockenen Boden im Liegebereich gestreut. Sobald die Ferkel fressen, ist die Futtermenge entsprechend zu steigern. Der Einsatz eines Futterautomaten zur ad-libitum-Fütterung rechtfertigt sich meistens ab der 4./5. Lebenswoche, wenn mehr als 100 g pro Ferkel und Tag gefressen werden. Das Futter sollte nie länger als zwei Tage im Automaten liegen, weil der Stallgeruch die Fresslust vermindert. Auf eine ausreichende Wasserversorgung der Ferkel ist besonders zu achten. Aus hygienischen Gründen eignen sich Selbsttränkenippel am besten.


UFA-Ferkelfutter mit ProGest

Die Ferkelfütterung ohne antimikrobielle Leistungsförderer ist anspruchsvoller! Statt Bekämpfung der schädlichen Darmflora ist Förderung der erwünschten Darmflora angesagt.

 

Das bedingt Massnahmen im Bereich Fütterungstechnik und Management wie Stress-Minderung, Rationierung, Hygiene und probiotische Futterzusätze wie der natürliche Zusatz ProGest.


ProGest bringt folgende Vorteile für die Ferkel:

Milchsäurebakterien, die speziell geschützt sind und den Darmtrakt rasch besiedeln und regulieren. Sie stimulieren das Immunsystem und fördern die Gesundheit der Tiere. Schädliche Keime wie Salmonellen und E. Coli werden verdrängt.

 

Milchprodukte, welche eine frühere Futteraufnahme ermöglichen und hochverdaulich sind. Sie erleichtern den Übergang von der Sauenmilch auf das feste Futter.

Enzyme verbessern die Verwertung der Nährstoffe, ermöglichen einen geringeren Mineralstoff-Einsatz und damit eine tiefere Pufferkapazität.

UFA-Ferkelfutter mit ProGest bieten die höchstmögliche Sicherheit. Kranke Ferkel werden nur noch im Notfall gezielt mit Medizinalfutter (in Absprache mit dem Tierarzt) behandelt. Nach der Behandlung ist rascher Wiederaufbau der gesunden Darmflora mit UFA-Antifex und Ferkelfutter mit ProGest wichtig.

 

Nach Verdauungsstörungen steigert UFA-Solvi die Widerstandskraft und ersetzt den Mineralstoff- und Elektrolyt-Verlust.


Die praktische Fütterung

Die Grafik zeigt drei Fütterungsstrategien mit UFA-Ferkelfutter, welche sich in der Praxis bewährt haben.

 

Zudem sind in der Praxis beliebige Kombinationen denkbar und verbreitet. Dazu kommen die Spezialitäten, die von Fall zu Fall prophylaktisch oder therapeutisch eingesetzt werden können.

UFA 301
Bei Ausfall der Sauermilch und für Ferkelmilchautomaten

 


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UFA 303 Ferkelwühlerde
Zur alleinigen Eisenversorgung und als Unterstützung zur Eisenspitze

 

UFA-Fenergie
Zur Eisenversorgung als Alternative zur Eisenspitze

 

UFA-Antifex
Nach Medizinalbehandlungen 5 Tage

 

UFA-Solvi
Bei Stresssituationen 3–5 Tage

 

 

 


Wissenschaftlicher Dienst UFA für hochwertiges Futter

UFA Futter und Fütterungspläne werden nach wissenschaftlichen Kriterien erarbeitet und in den UFA-Versuchsbetrieben sowie auf Praxisbetrieben getestet.

 

Die Qualität der Mischfutter wird laufend kontrolliert.


UFA NPr-Futter

In Betrieben mit hohem Tierbesatz wird zur Einhaltung einer ausgeglichenen Nährstoffbilanz NPr-Futter mit reduziertem Phosphor- und Rohproteingehalt eingesetzt.

 


UFA-Biofutter und andere Label

Die UFA produziert Biofutter nach den Knospe-Anforderungen in einem separaten Biofutter-Werk. Weiter müssen für gewisse Label Futter nach speziellen Anforderungen produziert werden.

 

Die UFA bietet ein Vollsortiment für alle Produktionsformen. Die Spezialfutter sind in der Regel mit einer Strichnummer gekennzeichnet (z.B. UFA 363-6 für Coop Naturaplan).

UFA AG 9.9.2010