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    UFA AG 10.3.2010


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Vom Feinsten für die Kleinsten

Warum expandiertes Getreide für Ferkel?

Expandierte Getreide werden von Ferkeln in Verzehrsversuchen besser gefressen als alle andern Komponenten, sogar besser als Haferflocken. Der Geschmack von frischem Brot verleitet die Ferkel zu frühem Fressen.

Ein wichtiger Erfolgsfaktor in der Schweinezucht ist die frühe Futteraufnahme durch die Ferkel. Um dies zu fördern, ist nur das beste Futter gut genug. Das Ferkelfutter muss zudem gut verdaulich sein und die richtige Durchsäuerung im Ferkelmagen garantieren.


Was heisst Expandieren? 

Im Expander wird das Futter während rund 5 Sekunden unter einem Druck bis 40 bar auf 100 bis 120 ° C erhitzt (Dampfkochtopf-Effekt), verdichtet und geknetet. Dadurch werden Keime wie Salmonellen, Schimmel und Bakterien abgetötet.

Die Einwirkungszeit ist so kurz, dass Nähr- und Wirkstoffe nicht zerstört werden. Hingegen wird das Futter besser verdaulich und homogener strukturiert.


Grundsätze für die Herstellung von Ferkelfutter

·        Nur beste Getreide mit hohem hl-Gewichten, keine Kleinkörner oder Bruch

·        Tiefe Keimzahlen und keine Mykotoxine

·        Sojaschrot getoastet

·        Thermisch behandelte Getreide

·        Berücksichtigung der Pufferkapazität

·        Einsatz organischer Säuren

Die zwei letzten Punkte wirken durchfallhemmend und reduzieren die freiwillige Futteraufnahme. Umso mehr ist die Fresslust durch die Behandlung der Komponenten zu fördern.

Zu diesem Zweck ist das Expandieren eine der wirksamsten Behandlungen: Expandierte Getreide riechen wie frisch gebackenes Brot. Expandieren entspricht in etwa dem Kochen im Dampfkochtopf.


Weitere positive Nebeneffekte des Expandierens

Keine pathogenen Keime. Die Mikroben (Bakterien, Pilze und Hefen) werden stark reduziert. Das keimarme Futter bringt weniger Krankheitsdruck. Das heisst weniger Ferkelverluste und weniger Kümmerer. 

Bessere Verdaulichkeit. Durch die Hitze- und Druckbehandlung wird die Stärke aufgeschlossen und verkleistert. So ist sie besser verdaulich (vergleichbar mit rohen oder geschwellten Kartoffeln). Bessere Verdaulichkeit heisst bessere Futterverwertung im Tier und damit Einsparung von Futterkosten.

Optimale Struktur. Das Verkleistern der Stärke führt zum Verkleben der Futterteilchen. Expanderfutter hat eine homogene, krümelige Struktur mit wenig Feinanteil und weniger Staubbildung. Die einzelnen Futterbestandteile können von den Tieren nicht ausgelesen werden, das Futter entmischt sich nicht.

Mehr Volumen. Expanderfutter sind etwas voluminöser als Mehlfutter. Für Ferkel hat dies den positiven Nebeneffekt, dass sie eher satt sind und damit in der Zeit des Absetzens, wenn der Colidruck am höchsten ist, etwas weniger fressen.

Vergleichsversuche zwischen Expander- und Mehlfutter zeigen, dass mit Expanderfutter sowohl der Tageszuwachs als auch die Futterverwertung verbessert werden. 

Mehr Sicherheit. Noch entscheidender als die Leistung, ist die Sicherheit im Ferkelstall, dies insbesondere nach dem AML-Ausstieg. Dank der Hygienisierung stehen Ferkel mit Expanderfutter weniger unter Krankheitsdruck und Stress.

Gerade beim Ferkel fördern natürliche Zusätze (Milchsäurebakterien, Milchprodukte, Enzyme, Oligosaccharide etc.) die Verdauung.


Umstellung auf das Ferkelfutter

Das Verdauungssystem des Ferkels entwickelt sich in den ersten Lebenswochen vom reinen Milch- zum Trockenfutterverwerter. Die Futteraufnahme kann durch spezielle Starterfutter und durch die tägliche Gabe von Ferkelwühlerde zusätzlich gefördert werden. Dazu gehört auch die Eisenversorgung, welche am sichersten mit dem Eisenzucker UFA-Fenergie sichergestellt werden kann. 

Ferkel werden unter normalen Bedingungen mit 4-6 Wochen abgesetzt. Bis zu diesem Zeitpunkt sollte aber jedes Ferkel mindestens ein Kilo Trockenfutter gefressen haben, damit es für den Absetzstress mit grossen Umstellungen in Fütterung und Haltung gewappnet ist.